Was ist Glück überhaupt?

Was ist Glück überhaupt?

Glück ist etwas, das mit unserem Inneren und den äußeren Umständen zu tun hat. Aber das Problem bei der allgemeinen Definition von Glück ist, dass es nicht individuell ist. 

Anstatt dich also allgemein zu fragen “Was macht glücklich”, solltest du dir lieber die Frage stellen “Was macht MICH glücklich?”. Denn in deinem Leben geht es in erster Linie darum, dass du glücklich sein musst, damit du anderen helfen kannst.

Wobei du natürlich auch helfen kannst, wenn du nicht glücklich bist. Aber du musst das ganze mal aus folgender Sicht betrachten:

Erstens: Du hast mit Glück viel mehr Energie!

Je glücklicher du bist, desto mehr kannst du leisten. Stell dir vor, du bist in einem Büro und du machst dort gerne deine Arbeit. Alles läuft gut, aber auf einmal kommt dein Chef ins Büro und verlangt von dir, dass du Überstunden machst, um dich um Papierkram zu kümmern, den du sterbenslangweilig findest. “Bis morgen ist das fertig”, sagt er dir und du bist von dem gewaltigen Stapel an Papieren geplättet.

Wie viel Energie hast du dann noch übrig für diese oder andere Tätigkeiten? Wie viel Lust hast du auf diese Aufgabe und wie schnell kommst du damit voran? Vermutlich nicht so schnell, wie du es bei anderen Aufgaben wärst. 

Zweitens: Du bist überzeugender.

Nehmen wir mal an, du planst in viel Gewicht zu verlieren und willst dich an jemanden wenden, der dir dabei helfen soll. An wen wendest du dich? An einen Ernährungsexperten? An einen Fitnesscoach? An einen Abnehmberater? Oder wendest du dich an einen übergewichtigen Verwandten, der dir kluge Ratschläge übers Abnehmen geben will? Sind wir ehrlich, auch wenn der schwergewichtige Verwandte gute Tipps parat hat, wirst du seine Ratschläge nicht ernst nehmen, weil er dich nicht überzeugt. 

Nicht, weil dein Verwandter generell keine Ahnung hat – aber es ist ganz natürlich (und auch logisch), sich bei Problemen an jemanden zu wenden, der sich in diesem Bereich auskennt, gelernt ist und das Gelernte umsetzt. Schließlich gehen wir mit unseren finanziellen Sorgen auch zu unserem Bankberater, und nicht zum Müllmann. Und bei Gesundheitsfragen wenden wir uns natürlich an den entsprechenden Facharzt, und nicht an den Metzger. 

Wenn du also anderen helfen willst glücklich(er) zu sein, dann solltest du selbst glücklich werden und deine Probleme in den Griff bekommen, damit andere deinem Beispiel folgen.

Wichtige Fragen zu dir: Was macht dich glücklich?

Damit wir also in dieses Abenteuer starten, ist es mir wichtig, dass du dich mit dir selbst beschäftigst und dabei die folgenden Fragen beantwortest, die du dir als Word-Dokument oder auch als PDF downloaden und ausdrucken kannst. Dabei geht es nicht darum, dich in ein besseres Licht zu rücken oder dir etwas vorzumachen. Für eine erfolgreiche Veränderung, solltest du jede Frage ehrlich beantworten. 

Wenn du die Fragen nicht separat auf einem Blatt Papier beantworten willst, kannst du dies in deinem Tagebuch beziehungsweise in deinem Tage-Block tun. Dabei spielt es auch keine Rolle, wie lang du deine Sätze formulierst, ob du kurze Halbsätze schreibst oder einfach nur Stichworte benutzt. Wichtig ist aber, dass du schreibst! Dadurch haben deine Gedanken einen Anfang und ein Ende. Wenn du die Fragen nur in Gedanken durchgehen willst, dann kann es passieren, dass du dich im Kreis drehst, weil du von einem Gedanken zum nächsten springst. Wenn du es stattdessen in schriftlicher Form ausformulieren musst, fällt es dir leichter die Gedanken nacheinander abzuarbeiten.

Wichtig ist vor allen Dingen, dass du dir für die Fragen Zeit nimmst und in Ruhe drüber nachdenkst. Du brauchst die Fragen nicht in Rekordzeit abzuarbeiten – es gibt hier keine Preise für Geschwindigkeit. Es geht darum, dass du offen und ehrlich zu dir selbst bist, dass du die Fragen nach bestem Wissen und Gewissen beantwortest und dich mit dir beschäftigst. 

  • Was willst du vom Leben? 
  • Was sind deine Wünsche? 
  • Was hast du schon erlebt und was kannst du unternehmen, um dein Leben zu verbessern? 

Hierfür empfehle ich dir eine lange Bahnfahrt zu nutzen, eine lange Wartezeit beim Amt oder eine ruhige Stunde, die du Zuhause in deinem Wohnzimmer verbringen kannst. Für den Fall, dass du eine Frage (noch) nicht beantworten kannst, überspringe sie einfach und komm später auf sie zurück. Solltest du auf eine Frage keine klare Antwort finden, weil die vorgefertigten Aussagen nicht stimmen, notiere dir die korrekte Antwort dazu oder wähle das, was am besten zutrifft. 

Ganz wichtig noch: Sorge dafür, dass du nicht gestört wirst. Schalte dein Handy auf lautlos, stelle die Türklingel ab und informiere deine Familie, dass du jetzt nicht gestört werden möchtest. 

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